Sonntag, 6. September 2015

Yolante hat's getestet:

Braun Multiquick 5 – MR 500

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Es handelt sich um ein modernes Gerät, das stabil, kräftig und vielfältig einsatzfähig ist. Doch zunächst ein paar lästige Kleinigkeiten, die ihr wissen solltet, bevor ihr den Bericht lest.
Der Stabmixer hat folgende Eigenschaften:
600 Watt Leistung
Turbo-Schalter für schnellste Ergebnisse
15 Geschwindigkeitsstufen (stufenlos einstellbar)
Abnehmbarer Schaft aus rostfreien Edelstahl
Schärfste Klingen für feinstes Pürieren
Soft-Griffbereich, dadurch hoher Bedienkomfort
Zubehör leicht zu montieren
Alles Zubehör ist spülmaschinengeeignet

Hersteller Braun
Modellname Multiquick 5 - MR 500
Farbe Weiß/Grau
Gerätetyp Stabmixer
Funktionen Mixen, Zerkleinern
Material Kunststoff/Edelstahl
Anzahl der Leistungsstufen / Schaltstufen 15
Momentschalter Turbo-Schalter


Design

Bereits auf der Packung haben mir die Bilder des Stabmixers gefallen. Der Motorblock ist hauptsächlich weiß mit dunkelgrauen Elementen an der Grifffläche und den Bedienelementen. Die Knöpfe befinden sich unter einer Gummierung und die Entriegelung für den Edelstahlfuß ist ebenfalls in dem schönen grau. Das Gerät hat ein geschwungenes Oberteil, das dadurch sehr gut in der Hand liegt. Beim ersten Anfassen spüre ich, dass das Design mit der praktischen Anwendbarkeit zusammenspielt.
Der Schaft des Gerätes ist oben weiß mit einem wellenförmigen Abschluss. Etwa genauso groß befindet sich an der unteren Seite des Schaftes der Edelstahlteil mit den Messern. Der Schaft erinnert mich ein wenig an eine Hantel, aber dafür ist er viel zu leicht. Das Messer ist nur einseitig geschliffen. Das reicht auch aus, da sich der Mixer nur in eine Richtung dreht.
Auf der Oberseite befindet sich ein Drehschalter, der ebenfalls dunkelgrau ist. Dort befinden sich die Zahlenaufdrucke der Stufen. Dieser obere Teil erinnert an einen Kurzzeitwecker.
Insgesamt gefällt mir der Stabmixer vom Aussehen richtig gut. Der weiße Kunststoff glänzt, die Beschriftung ist unauffällig und die dunkelgraue Gummierung ist ein Hingucker. Mal sehen, ob das Gerät auch funktionsmäßig mithalten kann.











Zusammenstecken und Hinstellen

Die beiden Einzelteile lassen sich bequem durch einfaches Zusammendrücken verbinden. Dank der speziellen Wellenform der Einzelteile kann man den Schaft nicht verkehrt einsetzen. Danach ist das Gerät , abgesehen von der Stromversorgung über das Kabel, sofort einsatzfähig. Bevor ich allerdings mit der Arbeit beginne, stelle ich das Gerät gerne in der Küche hin bis ich es letztendlich benutze. Das klappt gut. Der Mixer ist so schwer, dass er stehen bleibt, wo ich ihn absetze. Es wird nicht zum Balance-Akt. Das macht meiner Meinung nach einen guten Standmixer aus. Denn was soll ich mit einem Stabmixer, der nicht stehen bleibt, wenn ich meine Arbeit kurz unterbreche. Bei diesem Gerät passiert nichts. Man kann ihn hinstellen und ER BLEIBT STEHEN. Durch den Edelstahlschaft kann man ihn sogar kurz in heißer Flüssigkeit stehen lassen, denn es befindet sich kein Kunststoff daran, der kaputt gehen könnte. Das Kabel ragt oben aus dem Gerät heraus und ist mit einem kleinen Kabelkanal fixiert. Das Kabel hängt dadurch nicht lose herunter und fällt möglicherweise in die zuzubereitenden Speisen. Das finde ich vom Hersteller sehr praktisch und durchdacht.


Bedienung

Der Mixer verfügt nur über zwei Knöpfe, einen An-/Aus-Taster sowie eine Turbotaste. Beide lassen sich unabhängig voneinander bedienen. Beide Taster sind so angebracht, dass man den Motorblock stabil in der Hand und mit dem Daumen anschalten kann, egal ob man Rechts- oder Linkshänder ist. Ich finde das sehr wichtig. Denn je nachdem welche Herdplatte und welche Steckdose ich benutze, verwende ich den Mixer mit rechts oder links. Kommt das Kabel von rechts nehme ich ihn in die rechte Hand, von links anders herum. So kann ich das Kabel mit meinem Handrücken von den Speisen fernhalten.
Zum Ausprobieren starte ich mit der Einstellung 1. Die Stufe ist nicht sehr hoch, das Gerät nicht besonders leistungsstark. Die Abstufung ist doch sehr niedrig, ich weiß nicht, wozu man solch eine niedrige Stufe benötigt. Aber zum Glück hat das Gerät 15 stufenlos einstellbare Geschwindigkeitsstufen. Das gefällt mir gut. Da finde ich schnell die richtige Drehzahl. Wenn ich Bananenmilch zubereite nehme ich Stufe 5, bei Kartoffelbrei die 7 und bei pürierten Eintöpfen auch schon mal die 14 oder 15.
Am Anfang fand ich es schade, dass man den Schalter nicht gleichzeitig verstellen und das Gerät eingeschaltet lassen kann. Man muss seine Arbeit kurz unterbrechen, die Stufe verstellen, und anschließend weitermachen. Aber ehrlich gesagt, ich wüsste gar nicht, wie ich den Drehschalter während des Mixens verstellen sollte, schließlich halte ich ja mit einer Hand auch noch das Gefäß fest.
Wenn ich Kartoffelsuppe koche, dann püriere ich gerne alles klein, um eine feine Konsistenz zu bekommen. Dann sehen meine Kinder auch den Sellerie und das andere Suppengrün nicht und essen viel lieber. Bei Eintöpfen funktioniert das Gerät super. Ich muss am Anfang nur den Stab in den Topf stellen und die Taste drücken, dann hebe ich den Mixer etwas an und rühre im Topf herum. Meistens wird dann alles schon gut zerkleinert. Am Ende nutze ich trotzdem gerne nochmal die Turbotaste, um sicher zu gehen, dass wirklich alles Stückchen kleingehackt werden. Bisher hatte ich noch nie Klumpen in der Suppe.
Bei der Zubereitung von Kartoffelbrei muss ich etwas vorsichtiger sein. Ich schütte etwas Milch auf die gekochten Kartoffeln und setze das Gerät von oben an, drücke, zunächst auf Stufe 3, das Teil nach unten, um sicherzugehen, dass nichts spritzt. Aber die Messer sind so tief eingelassen, dass nichts spritzt. Daher finde ich den Mixer echt super. Der sieht nicht nur gut aus, der funktioniert auch noch genauso wie ich mir einen Mixer vorstelle.


Zubehör

Eine tolle Sache ist das umfangreiche Zubehör, das man in Kombination mit der Motorgruppe benutzen kann. Mein Stabmixer hatte zwar nur einen Messbecher im Lieferumfang dabei, aber schon auf der Packung fand ich die unterschiedlichsten Geräte, die auf die Motorgruppe passen. Dort war auch ein Schneebesen zu sehen. Dafür interessiere ich mich nun doch, weil ich meine Sahne mit der Hand schlage (natürlich nicht in echt, sondern mit einem Schneebesen) oder meinen Tupperware Quick Chef benutze. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es mit dem Stabmixer, der doch immerhin 600Watt hat, viel bequemer geht. Neben dem Schneebesen gibt es weiteres Zubehör, das optisch ansprechend aussieht und zum Kauf einlädt.
Folgende Aufsätze sind erhältlich:
Plastikschaft (günstiger als ein Metallschaft)
Zerkleinerer
Eiscrusher
Verschiedene Größen Behälter


Lautstärke und Vibrationen

Ein Kriterium in meinem Urteil eines solchen Gerätes sind immer die Lautstärke und die Vibrationen. Ist das Gerät leistungsstark muss man mit hoher Lärmbelastung rechnen. So auch hier. Der Mixer ist auf der niedrigsten Stufe nur leise, aber sobald man die Leistung hochdreht, geht auch die Lautstärke rauf. Trotzdem würde ich den Einsatz des Mixers nicht als Lärmbelästigung empfinden. Ein solches Gerät ist laut. Aber ich habe auch schon lautere Küchengeräte erlegt. Scheinbar wurde der Motor gut gedämpft untergebracht.
Ein großer Vorteil an dem Mixer ist, dass er während des Einsatzes kaum vibriert. Man spürt in der Hand kaum, dass er eingeschaltet ist. Dafür wird jede Hausfrau, die gerne kocht echt dankbar sein.


Vorteile auf einen Blick

Standfestes Gerät, Fuß steht stabil, kein Kippen und Umfallen
Kein Spritzen
Stufenlos einstellbar
Einzelteile per Klick zusammensetzbar
Leistungsstark
Ansprechendes, modernes Design
Sicherer Griff dank Gummierung
Von Links- und Rechtshändern gleichermaßen bedienbar


Ein kleiner Nachteil

Der Motorblock ist recht schwer. Dadurch kippt das Gerät zwar nicht um und es spritzt nichts, aber bei längerer Anwendung werden die Arme schwer. Wenn ich viel zuzubereiten habe, dann tut mir dadurch schon mal der Daumen weh. Aber keine Angst, abgefallen ist er noch nie.


Reinigung

Die Reinigung ist simpel: Spülmaschine auf, Schaft rein, Spülmaschine zu. Ich bin so froh, dass die Einzelteile spülmaschinenfest sind. Denn bei der Zubereitung ist das Saubermachen von Hand echt nervig, vor allem weil man schlecht in die Ecken kommt und die Messer so scharf sind.
Da bei der Anwendung nur selten etwas spritzt, bleibt auch das Handgerät schön sauber. Ich wische es nur hin und wieder mit einem feuchten Lappen ab. Das reicht. Man muss also keine Angst haben, das Teil zu benutzen. Es ist nach dem Einsatz schnell wieder im Schrank verstaut. Die Benutzung lohnt sich.




Fazit


Wie ihr seht, bin ich sehr zufrieden mit meinem Mixer. Das Gerät ist einzeln bereits ab 32,99€ erhältlich, was ich absolut angemessen finde. Ja, das ist sogar richtig günstig, weil der Mixer sehr stabil, spritzfest, standfest und gut verarbeitet ist. Ich wäre gut und gerne bereit um die 50,- € dafür hinzublättern. Daher bin ich echt positiv überrascht. Das Preis- Leistungsverhältnis kann sich sehen lassen. Der Mixer ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung, sowohl optisch als auch technisch. Die stufenlose Einstellmöglichkeit gefällt mir genauso gut wie die Turbotaste. Bloß der Schwere Motorblock birgt einen kleinen Nachteil: bei längerer Benutzung tut mir der Daumen weh. Aber dieses Manko ist vernachlässigbar, ich vergebe die volle Punktzahl.

Testbericht von Yolante
Yo ist Yo -hier und anderswo

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