Montag, 14. März 2016

Das Ein x 1 der Immobilieninvestition

Hallo Ihr Lieben,

 

habt ihr euch auch schon einmal gefragt, warum es sich lohnt in Immobilien zu investieren? Egal, ob es sich um das Eigenheim handelt oder um eine Anlagenimmobilie – die Investition ist lukrativ, nicht zuletzt deshalb, weil man sich die Miete spart oder Mietzins kassiert, sondern auch weil die Rendite, verglichen mit anderen Anlageformen wie Aktien oder Fonds, enorm hoch ist, bei überschaubarem Risiko. Deshalb haben wir auch in eine Eigentumswohnung investiert. Doch was tun, wenn die eigene Wohnimmobilie bereits abgezahlt ist und man sein Erspartes künftig nicht auf dem Sparbuch parken will, wo man momentan nur Zinsen unter 1% erhält, die teilweise noch nicht einmal die Inflationsrate abdecken? Für uns stand fest, wir wollen auch weiterhin in Immobilien investieren. Sie erscheinen im Gegensatz zu Aktien lukrativer und risikoärmer zu sein.

Da ich mich aber mit Anlageimmobilien wenig bis gar nicht auskenne, möchte ich mich gerne näher damit beschäftigen, damit ich nicht eine vermietete Schrottimmobilie kaufe, die total abgelebt ist.

Zufällig bin ich auf ein Buch gestoßen, dass sich zu diesem Zeitpunkt förmlich aufdrängt. Es ist das



 

Ein x 1 der Immobilien Investition

Warum Immobilien so phänomenal lukrativ sind


Autor: Michael A. Peter

ISBN: 978-3-00-043390-0

29,90€


 

Ich habe das Buch kostenlos erhalten. Meine Meinung bleibt aber unabhängig.

 

Meine Erwartungen an das Buch


Obwohl ich relativ unvoreingenommen an die Lektüre gegangen bin, habe ich trotzdem einige Erwartungen an das Buch gehabt. Zum Beispiel erwarte ich bei dem Titel eine genaue Erklärung, wie hohe Renditen bei Immobilieninvestitionen zustande kommen und ob diese im Verhältnis zu anderen Anlageformen stehen.

Außerdem habe ich erwartet, einige relevante Tipps zu erhalten, was bei vermieteten Objekten zu beachten ist, was ich in Steuerfragen berücksichtigen muss oder welche vertraglichen Klauseln auf keinen Fall fehlen dürfen. Ich möchte mich bei der Anschaffung einer vermieteten Immobilie sicher fühlen, was und wo ich kaufe und ob sich die Investition auch wirklich lohnt, ohne dass ich anschließen 0 auf 0 rauskomme oder gar Verluste schreibe.

Auch erwarte ich einige Infos, was bei der Vermietung zu beachten ist oder wie ich bekannten Problemen aus dem Weg gehen kann.

 

Inhalt


Das Buch ist folgendermaßen aufgebaut:

Es beinhaltet 3 große Abschnitte, die man auch aufeinanderfolgend lesen sollte, um das jeweils folgende zu verstehen. Es ist kein Buch, bei dem man sich aus dem Inhaltsverzeichnis eine interessante Stelle aussucht, um sie dann zu verstehen, sondern das Wissen baut aufeinander auf, so dass Abschnitt drei am besten verstanden werden kann, wenn die Lektionen aus den vorhergehenden Teilen bereits verinnerlicht wurden.

Teil 1
Beschreibt die hauptsächlichen Vorteile, die für eine Immobilie sprechen, im Vergleich zur Investition in Aktien

Dort werden Vier Trumpfkarten behandelt – der Hebeleffekt, der Wert, dem mir eine Immobilie wert ist, herauszufinden, drittens wie ich aktiv den wirtschaftlichen Erfolg absichern kann und viertens wie man Wertsteigerungen in Bargeld verwandeln kann, ohne die Immobilie verkaufen zu müssen, nicht zuletzt aber am Ende des ersten Teils geht der Autor auf steuerliche Vorteile ein, die so nur bei Immobilien einen gigantischen Vorteil bieten, dem die Aktie nicht standhalten kann.

 

Teil 2
Beschreibt unter dem Motto: jede Rose hat ihre Dornen, die Risiken und Nachteile der Immobilieninvestition, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, wie sich diese im Zaum halten lassen

 

Teil 3
Lässt sich nur vollständig verstehen, wenn die ersten beiden Teile verinnerlicht wurden, denn es geht um realistisch erreichbare Ziele, um Anlagearten und Renditekategorien

 

Meine Meinung


Das Buch ist schön aufgemacht, mit großer Schrift und abgesetzten Merksätzen, die sich auf farbigen Seiten einzeln ins Gedächtnis einprägen. Dadurch liest es sich zügig und man blättert viel, kommt schnell vorwärts, merkt sich das Wichtigste schneller.
 

 

Aber inhaltlich ist das Buch mit seinen 270 Seiten gar nicht so vollgepackt wie ich es vermutet hätte. Zwar weist der Autor bereits im Vorwort darauf hin, dass er sich oft wiederholen wird, damit das Gelesene auch wirklich verstanden werden kann, aber nach einer Weile nerven die Wiederholungen auch, weil ich nach dem dritten Mal dann doch sicher verstanden habe, Dass und Warum Immobilien lukrativ sind. Auch die Beispielrechnungen sind irgendwann erschöpfend durchgerechnet.

Mir als Privatanleger kamen die Beispiele und Zahlen auch eher etwas weit hergeholt vor. Denn die Beispiele werden teilweise mit Eigenkapitalanteilen von 200.000€ berechnet, und es werden Objekte gekauft, die 600.000€ und mehr kosten. Das scheint mir an der breiten Masse etwas vorbeigedacht. Denn dadurch spricht das Buch rein zahlenmäßig betrachtet nur Kapitalanleger an, die schon viel Geld auf der hohen Kante haben. Und gerade diese Menschen brauchen einen solchen Ratgeber nicht mehr unbedingt, weil sie schon selbst schlau genug sind, solch hohe Summen entsprechend sinnvoll anzulegen. Da hätte ich mir mehr Nähe zum Ottonormalverbraucher gewünscht.

Aber dennoch lässt es sich mit den hohen Zahlen auch verstehen, warum eben Immobilien lukrativ sind. Und darum geht es schließlich in dem Buch. Ich habe durchaus verstanden, warum der Hebeleffekt auftritt und wie ich das für mich nutzen kann, auch verstehe ich die Gedankengänge hinsichtlich des optimalen Zeitpunkts, wann eine Immobilie günstig zu kaufen ist und wo der Unterschied zu einer Billig-Immobilie ist.

Letztendlich habe ich einige sehr hilfreiche Informationen für die Investition in eine Anlagenimmobilie gesammelt, aber die wenigen Infos, die für mich wirklich brauchbar waren, stehen leider in keinem guten Verhältnis zum Umfang des Buches. Und, ich werde wohl noch weitere Bücher und Ratgeber lesen müssen, ehe ich mich sicher im Umgang mit Mieten, Mietern und Hausverwaltern fühle. Denn in dieser Hinsicht fand ich leider gar keine brauchbaren Infos. Ich hätte mir hier zumindest ein paar Beispielrechnungen gewünscht, inwieweit es sich lohnt, eine Immobilie zu vermieten, welche Kosten auf die Miete umgelegt werden können, was ich bei Mietverträgen beachten muss oder wie sich Mietminderungen oder gar Ausfälle auf die Rendite auswirken. In diesem Bereich sind die Informationen sehr dürftig.

 

Fazit


Insgesamt gefällt mir die Aufmachung des Buches Das Ein x 1 der Immobilieninvestition gut, denn obwohl es sehr dick ist, komme ich mit dem Lesen schnell voran und fühle mich sicher im Umgang mit Zahlen und Renditeberechnungen. Die leuchtend-orangenen Seiten helfen, das Gelesene zu verstehen und vor allem zu behalten. Im Hinblick auf den Titel, der ja erwarten lässt, dass man nach der Lektüre weiß, warum Immobilien so unverschämt lukrativ sind, bin ich absolut zufrieden. Ich weiß, nachdem ich alles gelesen habe, warum es sich lohnt, lieber in Gebäude anstatt in Aktien zu investieren. Und dass ist schließlich das Ziel dieses Buches. Es klärt auf.
 
 

Einziger Nachteil: man darf nicht mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangehen. Wer genau wissen will, welche Art von Haus oder Wohnung in welcher Lage für ihn am besten geeignet ist, wie mit Maklern, Notar und so weiter umzugehen ist, wie die Abläufe beim Kaufen genau vonstatten gehen, wie man die beste Bank findet oder wie viel eine Immobilie wirklich wert ist, der ist an der falschen Adresse. Dafür ist das Buch definitiv nicht geeignet. Das Publikum, welches hier angesprochen wird, verfügt bereits über relativ viel Eigenkapital und will nur wissen, warum sich die Investition in Immobilien wirklich lohnt, und warum Gebäude den Aktien gegenüber wesentliche Vorteile bieten.

 

Wer mit den richtigen Erwartungen an die Lektüre herangeht, wird m.E. nicht enttäuscht werden. Der Titel suggeriert eigentlich auch keine falsche Erwartungshaltung, denn das Buch soll erklären, warum sich Immobilieninvestition lohnt. Trotzdem bin auch ich etwas enttäuscht, weil ich keine konkreten Hinweise und Tipps gefunden habe, wie ich mit künftigen Mietern umgehen muss, wo ich zum Beispiel Muster-Mietverträge finde, welche Nebenkosten ich umlegen darf und welche nicht. Solche Dinge hätte ich schon erwartet. Aber konkrete Tipps findet man in dem Buch selten. Es sind rein wirtschaftliche Überlegungen, die angestellt werden, um zu überzeugen, dass es sich in den meisten Fällen lohnt, Immobilien anderen Altersvorsorgekonzepten vorzuziehen. Und diese Überzeugungsarbeit des Autors hat bei mir auch angeschlagen.

Was den konkreten Immobilienkauf und die Vermietung eines Objektes angeht, werde ich mir wohl noch ein paar andere Bücher besorgen müssen. Der Ratgeber-Charakter des Buches ist nicht ganz erkennbar, weil eben konkret kein Rat gegeben wird. Es ist eher ein objektives Sachbuch. Ich kann es gerne weiterempfehlen, weil es verständlich macht, dass sich Mühe und Nachdenken bei der Geldanlage auf jeden Fall lohnen. Der bequeme Weg des Sparkontos ist eben nicht der lukrativste.
Danke, dass ich es lesen durfte.
 

Liebe Grüße

Kerstin alias Yolante


 



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