Donnerstag, 24. März 2016

Rezension: Die Kunst des Fragens


Hallöchen,
 
Ich habe es schon immer gewusst: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“
Aber wie soll eine Kommunikation gelingen, wenn einer immer nur schweigt? Da kommt es doch darauf an, dass sich ein Hin und Her entwickelt. Ganz einfach, indem die richtigen Worte gewählt werden und einer geschickt nachfragt, um den anderen zum Reden zu ermutigen, um ihm das Gefühl zu geben, da hört mir jemand ernsthaft zu. Und indem gesagt wird, was dem Gegenüber vermittelt, dass er selbst eine Lösung für sein Problem gefunden hat. Was aber soll oder kann jemand fragen? Welche Fragen sind angemessen, welche treiben in die Enge? Darauf gibt Anne Brunner in ihrem Buch Antworten.

 

Pocket Power

Die Kunst des Fragens

Anne Brunner
Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3446434462
9,90€
 
 
Das Büchlein ist klein und schnell durchgelesen, enthält aber viele hilfreiche Anregungen, wie ein gutes Gespräch geführt werden kann. Die Autorin klärt Fachbegriffe um die Fragen und wendet sie geschickt an. Sie erläutert leicht verständlich, in welchen Situationen die verschiedenen Fragetypen am besten zum Einsatz kommen können und welche Fragen vermieden werden sollten. Meist reicht es schon, Fragewörter wie Warum oder Weshalb im Gespräch ganz wegzulassen, weil durch diese Fragen ein Gespräch Verhörcharakter bekommen kann und das Gegenüber schnell eingeschüchtert wird.
Aber es geht nicht nur um Fragetypen, sondern sie liefert auch für verschiedene Anlässe ganz konkrete Beispiele, welche Fragen sinnvoll sind. Dabei geht sie auf persönliche Gespräche genauso ein wie auf das Fragen in Meetings oder allgemein im Beruf.
Mir hat der Fragenkatalog geholfen, ein paar Ideen zu sammeln, wie ich Gespräche in der Familie besser gestalten kann. Zum Beispiel ist es nicht sinnvoll zu fragen, warum eine Lehrerin besonders sympathisch rüberkommt, sondern besser könnte gefragt werden, welche Wörter die Lehrerin gerne benutzt, ob sie viel lacht oder sich auch mal an der Tafel verschreibt, wie ihre Klamotten wirken oder ob sie auch mal etwas von sich persönlich erzählt. Bei eine schwierigen Lehrer-Schüler-Verhältnis könnte eine Frage gestellt werden, die das Kind dazu veranlasst, sich einmal in den Lehrer hineinzuversetzen und eine Geschichte zu erfinden, warum er immer so unfreundlich ist.
Die Anregungen im Buch sind sehr vielseitig, auf Menschen bezogen, aber auch auf Projekte und sachliche Themen. Vor einem wichtigen Gespräch ist es sehr sinnvoll, sich das Büchlein zu schnappen und eventuelle Fragen, die von Interesse sind vorab zu klären. Falls konkrete Fragen noch nicht im Kopf vorhanden sind, bietet die Autorin jedenfalls viele Beispiele.
 

Fazit

#Die Kunst des Fragens

 
Das Pocket Power Buch liest sich leicht und verständlich. Viele Themen werden angesprochen und in leicht verdaulicher Weise präsentiert. Vor allem die kurzen Abschnitte und zahlreichen Beispiele machen es zu einem kleinen Nachschlagewerk und erleichtern die Kommunikation mit Jedermann. Sehr empfehlenswert. 
 
 



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