Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezension: Wer spart, verliert

Hallo,
 

Geld geht uns alle an, egal, ob wir viel davon haben oder wenig. Ohne Geld findet kein öffentliches Leben statt, kein Austausch. Und Geld hat für jeden eine andere Bedeutung. Wer sich mit seinen eigenen Finanzen mal etwas tiefer auseinandersetzen möchte, dem kann ich das Buch von Nicole Rupp nur empfehlen.

 

Wer spart, verliert

Glück und Geld ins Leben holen


Von Nicole Rupp
200 Seiten
Kreuz Verlag

ISBN-13: 978-3783134292

Taschenbuch

4,99€ 

 

      


Ich selbst habe das Buch als E-Book in der Onleihe meiner Bücherei entdeckt und es gleich ausgeliehen.

 

Der Titel und das Cover sind mir einfach ins Auge gesprungen. Wir sparen doch alle irgendwie, sind auf der Suche nach Schnäppchen und halten unser Geld so gut es geht zusammen. Wir sparen. Und dabei sollen wir etwas zu verlieren haben? Das hat mich neugierig gemacht, vor allem im Zusammenwirken mit dem Coverbild, das ein auf den Rücken gefallenes Sparschwein zeigt, das sich wohl von alleine aus der misslichen Lage kaum befreien kann. Titel und Cover haben eine gewisse Symbolkraft.

 
Im Buch geht es darum, seine eigene Position in Bezug auf Geld zu klären. Welche persönliche Beziehung habe ich zum Geld? Fühle ich mich reich oder arm? Welche Grundsätze und Überzeugungen haften in uns bei der Frage nach dem lieben Geld? Und sind diese Überzeugungen noch zeitgemäß? Man wird angeregt, sich selbst zu reflektieren und sich einmal zu fragen, warum man viel oder wenig Geld besitzt. Und vor allem, was man in Bezug auf Reichtum und Besitz selber will. Viele Menschen verbinden mit Reichtum und Geld die Begriffe Freiheit und Unabhängigkeit. Aber die Autorin erklärt, dass eben diese Werte auch mit wenig Geld eine große Bedeutung im Leben des einzelnen haben können. Es kommt immer auf das Gefühl an. Wer eine positive Einstellung zum Geld hat, der zieht viel Geld eher an als jemand, der Geld nur schlechtes Karma zuschreibt. So sehe ich das im Übrigen auch. Mit der Einstellung “Geld verdirbt den Charakter“ verdient man sich vielleicht den Respekt vor seiner Persönlichkeit, aber es schwingt auch ein gewisser Unterton mit, der demjenigen, der so denkt nicht den großen Reichtum beschert. Rupp hingegen macht ihren Standpunkt deutlich. Geld und Glück schließen einander nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich wunderbar. Glücklich sein kann der, der viel Geld besitzt ebenso wie einer, der nur sehr wenig hat. Nicht das Geld an sich macht glücklich, sondern die Gedanken und Gefühle, wie man mit sich selbst und seinen Lebensthemen umgeht.

 

 


Ich habe das Buch so gerne gelesen, ich hatte so viele Aha-Erlebnisse und finde, jeder sollte es gelesen haben. Das Thema wird locker angepackt und enthält insgesamt wenig Tipps, wie man zu Geld kommt, sondern regt zum Nachdenken an, wie man sich selbst in Bezug auf Geld sehen möchte.




Es führt dahin, seine persönliche gute Beziehung zu Werten und Geld aufzubauen und überholte Vorstellungen über Bord zu werfen.

 
 






Auch die Rolle des Geldes in unserer Gesellschaft kommt nicht zu kurz. Nicole Rupp erklärt die Zusammenhänge zwischen dem Geld und unserem Kaufverhalten sowie unserer Wirtschaftsleistung. Besonders bemerkenswert fand ich hier die Ausführungen, dass Geld nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern eigentlich ein Beziehungsmittel ist. Wir treten durch den Zahlungsverkehr mit anderen Menschen in Kontakt. Nur dass in unserer Billigwelt und elektronischen Online-Einkaufskultur die Verbindung zu dem Menschen, der uns etwas verkauft gar nicht mehr hergestellt wird. Somit verliert Geld irgendwie an Wert, egal wie viel jemand hat. Der eigentliche Wert ist nicht die Zahl, die auf einem Schein steht, sondern wie viel jemand bereit ist zu geben für seine ganz persönlichen Beziehungen und Besitztümer. Am Besten, ihr macht euch euer eigenes Bild. Wer spart, verliert - 4,99€ die gut investiert sind, weil der Leser so viel mehr zurückbekommt. Absolut empfehlenswert.

 

Bis bald

Yolante

 
 
 



















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen